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// 23./24.04. | European Media Art Festival | Osnabrück, Haus der Jugend, 13.00 - 18.00 Uhr

Kongress »From Archive to Living Database« // Part 2

 

Im Rahmen des Projektes mediaartbase.de setzt das EMAF seine Vortragsreihe »From Archive to Living Database« fort. In 2010 werden hier Themen und Projekte der Arbeit mit Werken und Materialien aus den Archiven und deren Nutzung aus der aktuellen Perspektive des MASH UP beleuchtet.

 

Im Vortrag »guitar heros und misheard lyrics« werden ausgesuchte MASH UPS der youtube Sammlung des Jugendkulturarchivs Frankfurt präsentiert. Der Vortrag von Prof. Birgit Richard vom Institut für Kunstpädagogik der Goethe Universität Frankfurt zeigt ausgewählte Beispiele aus der Musikkultur und stellt die in fünf Jahren intensiver Grundlagenforschung in Frankfurt entwickelte Typologie für online Videos vor, die selbstverständlich nie beendet ist, da sich die Welt des online Video stündlich verändert.

 

Unter dem Titel »WJ-S« zeigt die französische Künstlerin Anne Roquigny die Arbeit des Remixen von Sounds, Bildern und Texten aus dem Internet, wie es DJ's und VJ's täglich zelebrieren. Ihr neues Buch WJ-SPOTS #1 »15 years of artistic creation on the internet« steht dabei im Mittelpunkt.

 

Der Vortrag von Dr. Karin Orchard beschäftigt sich mit Kurt Schwitters, der als einer der individuellsten und vielseitigsten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt und sich strikter Kategorisierung entzieht. Sein »Prinzip Collage« beeinflusste die nachfolgende Kunst und Literatur von Pop Art, Neo-Dada, Nouveau Réalisme, Lautpoesie, Fluxus bis hin zur heutigen jungen Kunst. »MERZ bedeutet Beziehungen schaffen, am liebsten zwischen allen Dingen der Welt.« (Kurt Schwitters)

 

In »NOVA-KINO: The History of Cinematic Agit-Prop« zeigt Mark Boswell (USA) die Entwicklung von der historischen Filmavantgarde bis zum heutigen MASH UP auf und bezieht sich dabei auf Duchamp's Ready-Mades, Vertov's Agit-Prop und Eisenstein's Montage Theorie.

 

Nova Kino ist eine filmische Theorie für das 21. Jahrhundert, die in Arbeiten verschiedener internationaler Filmemacher, Medienkünstler und »cultural jammer« repräsentiert wird. Sie nutzen Found Footage, um es neu zu bearbeiten oder auch zu reanimieren.

 

Jürgen Keiper von der Stiftung Deutsche Kinemathek wird unter »Netzkonzepte der Zukunft« einige zentrale Linien der aktuellen Netzentwicklung aufzeigen und dabei auf Creative Commons, MASH UPS und das Netz als Archiv eingehen. Retrospektiv wird dabei der technische Begriff einer »service-orientierten Struktur« des Netzes immer mehr zu einer universellen Metapher für das Netz, deren Dimension noch völlig offen ist.

 

»Do It, but do it again! - Künstlerstrategien für das Web 2.0« - Unter diesem Titel wird der Medienkünstler Matthias Fritsch Arbeiten vorstellen, die sich mit dem künstlerischen Potential im Web 2.0 befassen. Im Mittelpunkt des Vortrags steht das spezifische Verhältnis von künstlerischer Produktion und Publikum, Autorenschaft und Distribution. Seine Arbeit Music from the Masses und das Technoviking-Archiv werden in der Ausstellung vorgestellt.

 

Weitere Informationen zum 23. European Media Art Festival (21. - 25. April 2010) unter http://www.emaf.de